Omertà

Wer schweigt stimmt zu.

Omertà [omerˈta] bezeichnet im engeren Sinne die Schweigepflicht der Mitglieder der Mafia und ähnlicher krimineller Organisationen gegenüber Außenstehenden und ist Teil des Ehrenkodex der Organisation. Eine Person, welche dagegen verstößt und insbesondere mit den Behörden zusammenarbeitet, wird Pentito (it.: „Reuiger“ und „Geständiger“) genannt.

Im erweiterten Maße erwartet die Mafia dieses ungeschriebene Gesetz des Schweigens auch von Nichtmitgliedern, betroffenen Opfern und potentiellen Zeugen. Insbesondere in geschlossenen Systemen wie z.B. bei Justizvollzugsbeamten, Polizeibeamten und Zollbeamten u.a. ist es deshalb verankert, sich nicht als Zeuge zur Verfügung zu stellen, oder Missstände zu benennen. Zeugen, Mittäter klären aus diesem Grund auch Fehlverhalten und Straftaten von "Kollegen" nicht auf, sondern akzeptieren das Unrecht .